goodbye

... irgendwann kommt immer die Zeit, an der es heisst leb wohl zusagen. Leb wohl zu Menschen, die kürzere oder längere Strecken des Lebens mit einem gegangen sind, leb wohl zu Menschen die das eigene Leben bereichert haben oder leb wohl zu einem Teil von sich selbst.

Manche dieser Abschiede sind ganz offensichtlich und direkt ausgesprochene Abschiede. Andere hingegen kaum merkbar für alle Beteiligten und gleichen eher einem still schweigenden "aus dem Leben" Gleiten.

Letzteres trifft gerade sehr gut zu und es wird meinem Gegenüber noch viel mehr den Teil meines Selbst, nicht auffallen, dass ein Freund gegangen ist. Insbesondere, da sich dem Schein nach eine Wiederholung eines Fehlers - eine Selbstlüge - anbahnt bzw. schon begonnen hat. Nur mit dem Unterschied, dass ein Freund fehlt der da sein wird...
Schade, dass einem immer erst bewusst wird was man hatte, wenn es nicht mehr da ist, ob es nun still und heimlich aus dem eigenen Leben gegangen ist, oder unübersehbar. Traurig, dass manche Abschiede endgültig und unumkehrbar sind.

... es war schön, danke. Leb wohl ...

1 Kommentar 20.12.07 13:03, kommentieren

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Vom Freund sein und vom Freund bleiben ...

... Seltsamerweise habe ich Freundschaft oftmals als ständigen Kampf gesehen, als Kampf darum die Freundschaft von Personen nicht zu verlieren, die mein Leben bereichert haben.

Traurig... Freundschaft hat nichts mit Kampf zu tun.
Viel mehr ist es ein ständiges Geben, ein Danke dafür, dass man nicht alleine durch das Leben schreiten muss, dass von Freunden erwidert wird. Eine Beziehung zwischen Menschen, die sich vertrauen und sich darauf verlassen können, dass ihr Vertrauen nicht missbraucht wird – selbst wenn es dafür nie eine Garantie gibt, ist Freundschaft doch eine Art blindes Vertrauen.
Oftmals habe ich mich gefragt, was man machen muss um eine Freundschaft am Leben zu halten, was man tun muss die Freundschaft nicht zu verlieren, man beachte das „muss“. Man muss nicht viel und vor allem besteht kein Zwang irgendetwas zu unternehmen, damit Freunde, Freunde bleiben. Keine großartigen Taten, die Helden gleichen würden. Es sind die einfachen Dinge, wie zum Beispiel eine Einladung vorbei zu schauen, oder ein kurzer Anruf wie es einem geht. Kleine Gesten, die zeigen: „Hey, ich bin da, du bist nicht alleine und wir beschreiten gemeinsam ein Stück des Weges.“.

Schade dass ich das erst jetzt begreife, wenn ich daran denke, wie oft ich schon versucht habe in kämpfender Haltung Freundschaft zu bewahren... es ist eine Möglichkeit, die vielleicht ab und an funktioniert, aber im Großteil der Fälle verletzt man nur den/die Freund/in, erschüttert das Vertrauen und man treibt wohl oder übel einen Keil zwischen einander.
Ich weiß nicht warum ich bislang diese kämpfende Einstellung im Bezug auf Freundschaft hatte, vielleicht weil ich um so vieles in meinem Leben bitter kämpfen musste, vielleicht weil ich oftmals das Gefühl habe nicht viel geben zu können, vielleicht weil es unreal erscheint, dass Freundschaft von Dauer ist, wenn man nicht darum kämpfen muss. „Man lernt aus Fehlern“, heißt es so schön, leider kommt die Einsicht, dass man einen Fehler gemacht hat meist zu spät. Ich bilde dabei keine Ausnahme und muss mir eingestehen, dass ich schon viel zu vielen Menschen, in meinem Leben, unrecht getan habe und viel zu oft Freundschaften schwer verletzt bis zerstört habe...

30.11.07 23:14, kommentieren

Unfehlbarkeit

Es ist unverständlich für mich, warum es auf der Welt so viele Menschen gibt, die alles richtig machen, denen alles einfach von der Hand geht und die in jeder Situation die richtigen Worte finden um Menschen zu trösten oder einfach gute Laune zu verbreiten. Was zeichnet diese Menschen aus, warum sind sie so unfehlbar? Es wäre unfair davon auszugehen, dass diese Personen keine Probleme haben, aber nach außen macht es eben diesen Anschein.
Wenn ich daran denke wie es in meinem Leben abläuft, so bin ich wohl das totale Gegenteil. Kaum bietet sich ein „Fettnäpfchen“ an, bin ich auch schon mitten drin. Egal wie sehr ich versuche das Richtige zu tun, im Endeffekt verletzte ich mich selbst und andere ... Ich verstehe nicht wo der Unterschied liegt, wie man ein quasi „unfehlbarer“ Mensch wird, der ohne größere Probleme seinen Weg durchs Leben macht und dabei Menschen inspiriert und mit seiner Gesellschaft beglückt. Man hört so oft, dass man zu sich selbst mit all den Fehlern stehen soll, doch macht das Sinn, wenn jede einzelne Aktion bis hin zu jedem einzelnen Wort ein Fehler ist?

Umso mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar warum mein Freundeskreis kontinuierlich schrumpft und die Menschen meine Gesellschaft meiden. Würde ich nicht in meiner Haut stecken, wäre meine Reaktion sicher die gleiche, nichts mit mir zu tun haben zu wollen.

25.11.07 16:00, kommentieren

what makes you happy?

Es gibt so viele verschiedene Dinge, die Menschen glücklich machen, die ihnen Freude bereiten. Der Großteil sind kleine Ereignisse, die einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern können und ein wohlig warmes Gefühl verleihen. Vor kurzem wurde mir gesagt, dass ich etwas finden sollte, in meinem Leben, dass mich glücklich macht. Seit dem hab ich mir schon mehrmals den Kopf darüber zerbrochen, was Dinge sind, die mir ein gutes Gefühl verleihen und vielleicht sogar mir ein Lächeln entlocken könnten. Dabei musste ich leider feststellen, dass Vieles, dass mich früher glücklich gemacht hat nicht mehr da ist und kein – auch nur annähender – Ersatz da ist, der mir die Lücke wieder füllen könnte.

Ein paar der Dinge, die mir zwischenzeitlich eingefallen sind, die mir ein wenig mehr Glück in meinem Leben verschaffen, aber leider nur sehr selten bis gar nicht passieren.

zu Feiern eingeladen werden
Menschen die mir viel Bedeuten besuchen können, ohne mich anzumelden
erwünscht sein
Freunde die an deine Tür klopfen
vermisst werden
eine Umarmung
Spaziergänge (die vermisse ich)
„join me, we will take over the world“
Die Fragen: „Hast du Zeit?“, „Sehen wir uns heute?“, „Machen wir was zusammen?“

Und noch ein paar mehr.

1.11.07 13:25, kommentieren

sick

... Ich habe keine Ahnung wo ich im Moment stehe, meine kleine Welt ist in sich zusammen gebrochen und es scheint als ob ich nun jeglichen Halt verloren hätte.
Menschen die mir wichtig sind, von denen ich erwartet hätte, Notiz davon zu nehmen und mir eine hilfreiche Hand entgegen zu strecken haben nicht mal bemerkt, dass ich vor einem endlos erscheinenden Abgrund stehe. Möglicherweise kostet er mich mein Leben, dass immer jämmerlicher - nach jedem Tag der vergeht - wirkt.
Enttäuscht, einsam, verletzt und machtlos drücken mein Empfinden wohl am Besten aus. Diese überwältigende Machtlosigkeit in Verbindung mit den restlichen Gefühlen ist mir schon bei weitem über den Kopf gewachsen und nicht mehr zu bendigen. Selbst, dass ich mit der Person darüber gesprochen habe, die mich wohl am ehesten verstehen sollte hat nicht geholfen... scheinbar versteht mich niemand, versteht niemand wie es mir geht und dass ich wirklich jemanden misse, der mir hiflt vom Abgrund weg zu gelangen...

1 Kommentar 17.10.07 04:07, kommentieren