Vom Freund sein und vom Freund bleiben ...

... Seltsamerweise habe ich Freundschaft oftmals als ständigen Kampf gesehen, als Kampf darum die Freundschaft von Personen nicht zu verlieren, die mein Leben bereichert haben.

Traurig... Freundschaft hat nichts mit Kampf zu tun.
Viel mehr ist es ein ständiges Geben, ein Danke dafür, dass man nicht alleine durch das Leben schreiten muss, dass von Freunden erwidert wird. Eine Beziehung zwischen Menschen, die sich vertrauen und sich darauf verlassen können, dass ihr Vertrauen nicht missbraucht wird – selbst wenn es dafür nie eine Garantie gibt, ist Freundschaft doch eine Art blindes Vertrauen.
Oftmals habe ich mich gefragt, was man machen muss um eine Freundschaft am Leben zu halten, was man tun muss die Freundschaft nicht zu verlieren, man beachte das „muss“. Man muss nicht viel und vor allem besteht kein Zwang irgendetwas zu unternehmen, damit Freunde, Freunde bleiben. Keine großartigen Taten, die Helden gleichen würden. Es sind die einfachen Dinge, wie zum Beispiel eine Einladung vorbei zu schauen, oder ein kurzer Anruf wie es einem geht. Kleine Gesten, die zeigen: „Hey, ich bin da, du bist nicht alleine und wir beschreiten gemeinsam ein Stück des Weges.“.

Schade dass ich das erst jetzt begreife, wenn ich daran denke, wie oft ich schon versucht habe in kämpfender Haltung Freundschaft zu bewahren... es ist eine Möglichkeit, die vielleicht ab und an funktioniert, aber im Großteil der Fälle verletzt man nur den/die Freund/in, erschüttert das Vertrauen und man treibt wohl oder übel einen Keil zwischen einander.
Ich weiß nicht warum ich bislang diese kämpfende Einstellung im Bezug auf Freundschaft hatte, vielleicht weil ich um so vieles in meinem Leben bitter kämpfen musste, vielleicht weil ich oftmals das Gefühl habe nicht viel geben zu können, vielleicht weil es unreal erscheint, dass Freundschaft von Dauer ist, wenn man nicht darum kämpfen muss. „Man lernt aus Fehlern“, heißt es so schön, leider kommt die Einsicht, dass man einen Fehler gemacht hat meist zu spät. Ich bilde dabei keine Ausnahme und muss mir eingestehen, dass ich schon viel zu vielen Menschen, in meinem Leben, unrecht getan habe und viel zu oft Freundschaften schwer verletzt bis zerstört habe...

30.11.07 23:14

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